Mastodon statt Twitter?

Twitter verliert Benutzer und die Aktie bricht ein. Grund genug uns bei der Konkurrenz umzuschauen. Am ehesten vergleichbar ist Mastodon - ein dezentrales Microblogging Netzwerk. Dezentral heißt in diesem Fall, dass es eben keinen zentralen Anbieter gibt, ganz ähnlich wie bei E-Mail, wo jeder Nutzer einen eigenen Anbieter (z.B. GMX, GMail etc.). Bei Mastodon meldet sich jeder Nutzer ähnlich wie bei E-Mail auf einer sogenannten Instanz an und kann dann mit anderen Nutzern auf dieser Instanz, aber eben auch mit Nutzern auf anderen Instanzen, kommunizieren. Einen Überblick, welche Anbieter gerade angesagt ist, liefert z.B. lazymastodon.com/.

Durch die verschiedenen Instanzen verteilt sich Mastodon über verschiedene Länder und somit Jurisdiktionen und kann daher nicht so leicht zensiert werden. Entsprechend beliebt ist Mastodon daher dann auch z.B. bei Sexarbeitern (siehe beispielsweise switter.at), die aus den gängigen sozialen Medien in den USA, die ihre Dienste kindgerecht machen wollen, verdrängt werden. In der Vergangenheit war das der Ritterschlag für eine Technologie. Es bleibt abzuwarten wie die einzelnen Regulierungsbehörden darauf reagieren werden. Ein rechtsfreier Raum ist Mastodon sicher nicht.

In der Bedienung fühlt sich die Webversion (theoretisch unterscheidet sich das von Instanz zu Instanz) auch nicht schlechter als Twitter an. Will man jedoch einen Toot (so heißen die Tweets bei Mastodon) retweeten, den man auf einer anderen Instanz gesehen hat, so muss man erstmal sagen mit welchem Benutzer auf welcher Instanz das geschehen soll. Das finden wir etwas kompliziert. In einer vernünftigen App (z.B. Tootdon) ist die dezentrale Struktur aber transparent.

Wir sind natürlich auch schon da: https://social.tchncs.de/@AchtungTechnik 😀 Zusammenfassend kann man sagen:

Vorteile

  • Zensurbestädig
  • Lokale Communities
  • Es fühlt sich ein bisschen wie zur wilden Zeit des Internets an

Nachteile

  • Wenig Nutzer
  • Etwas unübersichtlich
  • Die große Spamwelle steht vielleicht noch bevor (auch wenn die Entwickler sich dazu bereits Gedanken gemacht haben)

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