In China scannen Firmen mit speziellen AI Helmen die Gehirnwellen ihrer Mitarbeiter, um die Effizienz zu steigern

Helme mit eingebauten EEG-Sensoren geben chinesischen Unternehmen durch künstliche Intelligenz neue Möglichkeiten ihre Mitarbeiter eng zu kontrollieren.

Was ist passiert?

Die South China Morning Post berichtet, dass chinesische Fabrikarbeiter, die für das Militär und in Zügen arbeiten, Helme tragen müssen, die ihre Gehirnwellen auf plötzliche Veränderungen ihres emotionalen Zustands überwachen. Die Post sagt, dass das von der Regierung gesponserte Projekt mit Hilfe der Helme Daten scannt, um Anzeichen von Depression, Angst oder Wut durch künstliche Intelligenz zu erkennen, um entsprechend darauf reagieren zu können.

Funktioniert es tatsächlich?

Wahrscheinlich nicht. Gehirn-Scanning durch die Haut über EEG ist immer noch sehr begrenzt in dem, was es erkennen kann und was nicht. Der Zusammenhang zwischen diesen Signalen und menschlichen Emotionen ist noch relativ unklar. Dass man schon in der Lage ist, so viele Informationen zu sammeln, um einen Gewinn von zwei Milliarden Yuan (rund 300 Millionen Euro) zu erzielen - was eine der Firmen, State Grid Zhejiang Electric Power, in dem Artikel behauptet - ist sehr fraglich.

Warum ist es wichtig?

Die Frage, die mit dem Einsatz von AI bzw. künstlicher Intelligenz immer wieder sehr kontrovers diskutiert wird, ist in wie weit der Mensch durch die Maschine ersetzt wird. Die Entwicklung hier zeigt, dass es vielleicht einen Zwischenschritt geben wird: Der Mensch eingebunden in ein System, welches die Arbeit des Menschen und den Mensch selbst genaustens kontrolliert und dadurch eng im Prozess steuert - Human AI Augemtation (#haia). Ob das eine schöne Vorstellung ist mag jeder für sich selbst entscheidend.

Die Details der oben beschriebenen Implementierung sind bislang nur skizzenhaft, und die Behauptungen über die Wirksamkeit der Technologie werden mit ziemlicher Sicherheit besser dargestellt, als sie es in Wahrheit sind. Es ist aber klar, dass China bei der Kontrolle am Arbeitsplatz sehr weit geht und dadurch neue Wege beschreitet. Ob dadurch wirklich die Effizienz gesteigert wird, ist zum heutigen Zeitpunkt recht unklar. Vielleicht kann man aber durch die Linse einen Blick in die Zukunft der Arbeit werfen.

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