Was bedeutet eigentlich Product-Market-Fit?

Im Zusammenhang mit Startups hört man oft den Begriff „Product-Market-Fit“ (PMF). Damit ist ein Zeitpunkt gemeint, an dem das Startup sein Produkt so verändert hat, dass es seinen relevanten Markt gefunden hat. Wann dieser Zeitpunkt aber genau ist, ist sehr umstritten und oft eine Frage der Interpretation. Eine mittlerweile landläufige Definition aus dem Silicon Valley lautet: Du hast dann Product Market Fit erreicht, wenn du dich vor Nachfrage nach deinem Produkt nicht mehr retten kannst. PMF ist also dann erreicht, wenn es viel, viel mehr Nachfrage gibt, als deine Firma an Supply bieten kann.

Warum ist das wichtig?

In vielen Startups, aber auch in Projekten von gestandenen Firmen, wird oft die Frage gestellt, wann man skaliert. Wann sollte man anfangen breit Sales Manager einzustellen? Wann von der kleinen Plattform auf die große wechseln? Wann sollte ich anfangen, mein Produkt zu optimieren? Die Antwort lautet: Sobald man PMF erreicht hat. Daher ist es entscheidend, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Viele Startups, aber auch viele gestandene Firmen, beschäftigen sich mit diesen Fragen viel zu früh: Stellen massiv Belegschaft ein, bauen große Lösungen, optimieren ihr Produkt, bevor überhaupt klar ist, wann die große Nachfrage kommt, und, ob sie überhaupt kommen wird. Merke daher: PMF ist dann erreicht, wenn du vor Nachfrage kaum mehr weiter weißt 😃

Über den Home Office Trend und verteilte Startups

Es gibt immer mehr Firmen, deren Angestellte über die Welt verteilt arbeiten. Richtig neu ist es nicht. Schon Linux wurde so entwickelt. Aber mittlerweile haben sich Best Practices dazu entwickelt. Der Marketing-Chef von YCombinator gab kürzlich ein Interview dazu. Aus dem Umfeld der Collobarations-Software Basecamp gibt es das Buch REWORK und Gitlab stellt gleich sein Team Handbook online.

Was ist zu beachten?

  • Lässt man sich auf Remote Work/Home Office ein, hat man Zugriff auf einen weltweiten Talent-Pool, der sich zum Teil mit (zumindest für westliche Verhältnisse) moderaten Gehältern zufriedengibt
  • Dabei ist darauf zu achten, dass die Mitarbeiter Ergebnis-orientiert arbeiten und nicht so sehr auf externe Motivation oder gar Überwachung angewiesen sind
  • Asynchrone schriftliche Kommunikation ist das A und O. Der Vorteil ist, dass Remote-Projekte besser dokumentiert werden und alle beteiligten es gewohnt sind auch die Dokumentation zu lesen
  • Das größte Problem ist in die gleiche Richtung zu marschieren - daher sind regelmäßige Check-ins und gelegentliche Treffen von sehr hilfreich

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