Wer braucht eigentlich die Blockchain?

Die Krypto-Währung Bitcoin ist seit einiger Zeit auf Talfahrt und fiel jüngst unter die Marke von $6000. Zusammen mit dem Bitcoin fällt auch das Ansehen der Blockchain-Technologie - in das Tal der Enttäuschung. Es stellt sich die Frage: Wofür braucht man die Blockchain? Forscher der ETH Zürich haben hierzu ein Paper geschrieben, das genau diese Frage adressiert.

Aus dem Artikel geht nicht so genau hervor, was die Autoren unter Blockchain verstehen und der Begriff wird im allgemeinen Sprachgebrauch so willkürlich verwendet, dass er sich durchaus noch verschieben kann. Eine gute semantische Abstraktion ist das verteilte Journal, in dem man immer nur neue Einträge machen, aber nichts löschen kann. Aus technischer Sicht ist es

Beim Bitcoin wird der Konsens darüber hergestellt, dass die längste Kette der Blockchain als gültig angesehen wird und es sehr teuer ist, die Kette zu verlängern (Proof of Work). Über den Konsens wird entschieden, welches Blatt des Hash-Baums den aktuell gültigen Zustand beschreibt. Damit wird verhindert, dass ein Bitcoin zweimal ausgegeben werden kann.

Das Ergebnis der Zürcher Autoren (auf Seite 3 ist eine Grafik) lässt sich jetzt verkürzen auf Blockchain ist dann die Lösung, wenn ich nicht allen Beteiligten trauen kann, die neue Einträge im Journal vornehmen können. Beim Bitcoin ist dieser Mangel an Vertrauen in höhere Autoritäten Teil des Mythos: Von Anfang an war die Krypto-Währung darauf angelegt fehlendes Vertrauen in Finanzinstitutionen durch die Blockchain zu ersetzen.

Im Prinzip könnte man aber auch eine Krypto-Währung mit einem Bankenkonsortium aufziehen und definieren, dass Konsens über eine Transaktion besteht, sobald sie von der Hälfte der beteiligten Banken als gültig anerkannt wurde. Dies ließe sich ohne teures “Proof of Work” lösen. Das Paper liefert weitere Beispiele.

Findest du die Blockchain spannend? Schreib uns, wenn Du eine Anwendung der Blockchain in deiner Branche diskutieren willst.

Daten von 800.000 Kunden bei der Swisscom abgegriffen

Über den Account eines “Vertriebspartners” wurden Kundendaten der Swisscom unrechtmäßig abgerufen und vermutlich auch kopiert. Bemerkenswert ist, dass es überhaupt aufgefallen ist, aber auch dass es so erst so spät aufgefallen ist.

Was lernen wir?

  • Wenn Du aus betrieblichen Gründen die Berechtigungen nicht stark einschränken willst, logge wenigstens wer was macht
  • Ohne Monitoring hast Du kaum eine Chance mitzubekommen, wenn etwas passiert

Comeback der schlauen Brillengläser

Wir erinnern uns noch alle an Google Glass und den Aufschrei, den es damals um die “schlauen Brillen” gab. Die Brille von Google ist kläglich gescheitert. Nun startet Intel einen neuen Versuch diese Gadget-Kategorie in die Breite zu tragen. Ähnlich wie die Brillen von Google erzeugt die Intel Brille namens “Vaunt” ein Bild, das nur der Träger der Brille sehen kann und das man dafür nutzen kann, um z.B. Nachrichten anzuzeigen ohne auf das Handy schauen zu müssen. Im Unterschied zu Google Glass, hat die neue “schlaue Brille” von Intel, keine Kamera und kein Mikrofon. Man kann also seine Umgebung nicht aufnehmen, einer der größten Kritikpunkte bei Google Glass damals. “Vaunt” sieht nach außen auch aus wie eine ganz normale Brille und nicht wie eine Brille aus dem Film Cyborg. Man fällt also mit der Brille im Alltag nicht unmittelbar auf.

Warum ist das interessant?

  • Mit Intel betritt ein neuer Spieler den Markt für Smart Glasses, der sehr interessant sein könnte, sowohl für Endkunden, als auch für Businesskunden
  • Gerade in der Industrie gibt es spannende Einsatzgebiete für Smart Glasses, z.B. bei der Wartung von Geräten oder Montage, bei denen es stark erleichtert, wenn man beide Hände frei hat

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