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Newsletter #24 - Fokus diesmal: AI dringt in die menschliche Arbeitswelt ein

Neuigkeiten 🗞

Dass Computer gegen Menschen im Schach gewinnen oder beim chinesischen Spiel Go, haben wir akzeptiert. Langsam dringt künstliche Intelligenz aber in Bereiche ein, die unseren Alltag viel stärker betreffen. Dabei spielt die AI auch hier auf Augenhöhe oder sogar besser. Zwei interessante Beispiele findet ihr hier:

  • In einem Wettbewerb traten 15 der besten Radiologen Chinas auf eine Software von BioMind, die am Pekinger Krankenhaus Tiantan entwickelt wurde. Die Aufgabe war Gehirnbilder zu analysieren und etwaige Tumore zu finden. Das Ergebnis: Die künstliche Intelligenz schlug die 15 Top-Ärzte. Die Software lag in 87% der Fälle richtig und brauchte rund 15 Minuten für eine Diagnose. Wohingegen die Ärzte 66% korrekt identifizierten und ca. 30 Minuten benötigen. [Link zum einzigen Artikel auf Deutsch, den wir gefunden haben]

  • Auch andere Branchen beginnen das Potenzial von lernenden Algorithmen stärker in Bereichen zu nutzen, die bislang Menschen vorbehalten waren. Ein interessantes Beispiel dafür liefert der Modehändler Myntra aus Indien: Eines der meistverkauften Produkte von Myntra ist ein olivgrünes, blaues und gelbes T-Shirt. Das T-Shirt wurde allerdings nicht etwa von einem Menschen, sondern von einem Computeralgorithmus designt. Als Grundlage dienten zwei Algorithmen, die miteinander interagierten. Der eine erzeugte Designs, der andere überprüfte wie gut diese in den Kollektion von Myntra passen. [Artikel in der New York Times mit mehr Hintergrundinformationen sowie einem Screenshot von dem T-Shirt]

Wir sagen: Die künstliche Intelligenz dringt in immer mehr Bereiche ein, die früher uns Menschen vorbehalten war. Bei der Diskussion sollte die “Angst vor der künstlichen Intelligenz” nicht im Vordergrund stehen, sondern die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben. Warum?

  • Die AI wird in vielen Fällen den Menschen nicht ersetzen, sondern uns helfen bessere Entscheidungen zu treffen.
  • Bilddiagnostik in der Medizin ist z.B. ein Thema, in dem uns die neuen Algorithmen heute schon teilweise Voraus sind und uns dadurch helfen können, indem sie ärztliche Diagnosen verbessern.
  • Interessant, dass beide Beispiele oben aus China bzw. Indien stammen, und nicht aus Europa oder den USA. Wir müssen sicherstellen, dass wir bei der künstlichen Intelligenz am Ball bleiben.
  • Dazu passt, dass die deutschen Medien beide Themen so wie gut wie gar nicht abgedeckt haben.

Abgefahrenes 🦄

  • Wer schon mal Japans Hauptstadt Tokio besucht hat, weiß, dass es dort oft bunt und schrill ist. Dazu passt, dass hier vor Kurzem ein sehr modernes “Digitalmuseum” eröffnet wurde: Das Mori Building Digital Art Museum. Insgesamt werden hier rund 50 Installationen, von 520 Computern und 470 Projektoren und zahlreichen Bewegungssensoren erzeugt. Auf Böden und Wände werden Bilder projiziert. Die Projektionen reagieren auf die Anwesenheit der Besucher und folgen ihnen z.B von einem Raum in den anderen. In einem Raum können Besucher Tiere auf Papier “zeichnen” und einscannen. Danach lässt man es durch den Raum schwimmen oder an den Wänden herumstolzieren. Im Museum gibt weder Führer, Schilder, Karten noch ein Fotografierverbot. Im Gegenteil, Teil des Konzept ist, dass die Besucher in die digitale Kunst eintauchen, sie beeinflussen und verändern und sich selbst mir ihr fotografieren. Bei dem Aufwand ist es kein Wunder, dass der Eintritt mit 3.200 Yen (rund 25 EUR) vergleichsweise teurer ist. Der Besuch lohnt sich anscheinend: Wer ins Museum will sollte sich vorher anmelden, an vielen Tagen ist es ausverkauft. [Webseite des Museums]

Digital Wissen: Streisand Effekt 👩‍🏫

Ab sofort haben wir eine neue Sektion in unserer Newsletter, in der wir Konzepte aus der digitalen Welt kurz und knapp erläutern und auf weiterführende Literatur verlinken

Was haben der französische Geheimdienst, die Deutsche Bahn und Barbra Streisand gemeinsam? Den sogenannten Streisand Effekt! Was das ist, erklärt Wikipedia sehr gut:

Als Streisand-Effekt wird ein Phänomen bezeichnet, wonach der Versuch, eine unliebsame Information zu unterdrücken oder entfernen zu lassen, öffentliche Aufmerksamkeit nach sich zieht und dadurch das Gegenteil erreicht wird, dass nämlich die Information einem noch größeren Personenkreis bekannt wird.

Ausgangspunkt für den Effekt war ein Bild vom Anwesen Streisands, welches im Internet landete. Sie forderte den Fotografen auf das Bild wieder offline zu nehmen – hier nahm dann der “Streisand-Effekt” seinen Lauf. Erst durch ihren Protest war die Bild auf einmal interessant und die Medien berichteten breit über den Vorfall. Daraufhin wurde das Bild vielfach auf verschiedenen Plattformen geteilt…

[Link zum Wikipedia Artikel]

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